Guten Morgen liebe Sorgen seid ihr auch schon alle da...


Kennt ihr das Lied?

Ich muss gestehen, ich mache mir Sorgen...regelmäßig.

Ich denke darüber nach, ob es meinen Kindern gut geht, ob mein Mann gesund und munter wieder nach Hause kommt. Ob unsere Firma genug Aufträge bekommt, ob wir unsere Kredite abbezahlen können. Ich grüble über Beziehungen nach und darüber, ob ich Fehler mache. Bei Beziehungen zur Familie, zu meinen Kindern, zu Freunden. Ich sorge mich um den Haushalt, und um den Garten. Um die Wäsche und das Essen. Und das alle gesund bleiben oder wieder werden. 

Mütter sorgen sich nun mal, das ist ihre Aufgabe! Oder nicht?

Im DUDEN steht folgendes:
  1. sich Sorgen machen, besorgt, in Sorge sein
  2. sich um jemandes Wohlergehen kümmern, die Pflichten auf sich nehmen, die zur Erhaltung oder zum Gedeihen einer Sache erfüllt werden müssen
  3. sich bemühen, dass etwas vorhanden ist, erreicht wird
  4. bewirken, zur Folge haben, hervorrufen
Synonyme:
  • Angst haben, sich ängstigen, bedrückt/bekümmert/besorgt sein, sich beunruhigen, [sich] fürchten, sich Gedanken/Sorgen machen, in Angst/Sorge/Unruhe sein, schwernehmen, unruhig sein, zittern; (umgangssprachlich) bibbern; (gehoben) bangen, sich grämen; (gehoben veraltend) beben; (salopp) Schiss haben
  • sich annehmen, bemuttern, besorgt sein, betreuen, sich engagieren, hegen [und pflegen], sich kümmern, [nach dem Rechten] sehen, pflegen, schützen, umsorgen, versorgen, sich widmen; (schweizerisch) schauen; (gehoben) Pflege angedeihen lassen, umhegen; (umgangssprachlich scherzhaft) unter seine Fittiche nehmen; (österreichische Amtssprache) befürsorgen
  • bedacht sein, sich bemühen, bringen [lassen], denken an, im Auge behalten, managen, veranlassen, verschaffen, vorsorgen, Vorsorge treffen, zusehen; (gehoben) sich angelegen sein lassen, Sorge tragen; (umgangssprachlich) auftreiben, organisieren
Heute geht es mir hauptsächlich um den ersten Punkt: sich Sorgen machen und besorgt sein.

Ist es sinnvoll sich Sorgen zu machen? Warum mache ich mir Sorgen? 

Weil ich Angst habe.
Ich habe Angst jemanden zu verlieren, deswegen mache ich mir Sorgen, etwas falsches gesagt oder gemacht zu haben. Ich mache mir Sorgen, dass etwas schlimmes passiert und jemand mir wichtiges sterben könnte.

Ich habe Angst kein oder wenig Geld zu haben, meinen Hauskredit nicht abbezahlen zu können, deswegen mache ich mir Sorgen um meine Arbeit.

Ich mache mir Sorgen darüber wie andere mich sehen könnten. Sehe ich gut aus? Ist mein Haus und mein Garten schön? Ich habe Angst, dass ich nicht gemocht werde. Oder das meine Kinder nicht gemocht werden. Ich habe Angst, dass meine Eltern oder Schwiegereltern nicht stolz auf mich sind.
Ich habe Angst nicht gut genug zu sein, nicht genug Leistung zu bringen. Nicht perfekt zu sein.

Was machen Sorgen mit mir? Sind Sorgen eine Hilfe? 

Sorgen sind nur da eine Hilfe, wo ich aktiv etwas ändern kann. Ich kann mein Haus versichern, ich kann meine Raten absichern, falls ich arbeitslos werde. Es gibt für alles mögliche Versicherungen.
In einem Auto gibt es viele Möglichkeiten an Sicherheitssystemen, die falls es zum Unfall kommt, deine Chancen zu Überleben vergrößern. Ich kann meinen Kindern beibringen einen Fahrradhelm zu tragen und nach links und rechts zu schauen, bevor sie über die Straße gehen.

Das ist für mich verantwortungsvolle Vorsorge.

Alle anderen Sorgen, die nur meine Fantasie nähren, die mich zum Grübeln bringen, die ich nicht ändern kann, sind nicht gut für mich. Sie nehmen mir Freude und rauben mir Kraft. Ich kann nicht glücklich sein und mich gleichzeitig sorgen. Ich kann nicht lachen beim Grübeln. Ich kann nicht für andere da sein, wenn ich Angst habe. Ich verliere auch mich selbst.

Ich habe meinen Mann mal gefragt, was ihm zum Thema "Sorgen machen" einfällt:
Wie aus der Pistole geschossen kam: Schlafstörungen. Wenn bei meinem Mann sie Sorgen überhand nehmen, schläft er schwer ein und wird früh wieder wach. Und der Schlaf insgesamt ist sehr schlecht.
Und dann sagte er noch, dass Sorgen ablenken von den eigentlich wichtigen Aufgaben.

Meine nächste Frage war: Welche Sorgen hast du als Mann?
"Ich mache mir Sorgen um meine Tochter. Und um unsere Finanzen und meine Firma."

Auf meinem Mann, der Vollzeit arbeitet und mir mit seiner Firma meine Arbeit und meinen Verdienst gibt lastet natürlich sehr viel Verantwortung. Wenn da etwas schief gehen würde wäre das fatal.
Seine Tochter aus erster Ehe sieht er wenig. Durch den wenigen Kontakt ist die Beziehung nicht stark und sicher. Hilflosigkeit, Ansgt und Traurigkeit führen da zu Sorgen.

Sind Sorgen für dich hilfreich?

Sorgen können eine Verhaltensänderung bewirken. Sorgen dürfen nicht dazu führen, dass man in die Opferrolle fällt. Sonst wird man passiv und wehklagend. Man verliert die Fähigkeit sein Leben positiv zu gestalten.


Was sagt uns die Bibel zum Thema Sorgen?

In der Bibel steht mehrere Male, dass Gott nicht möchte, dass wir uns sorgen. Er möchte sich um uns kümmern. 

“alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.” 1.Petrus 5,7

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ Philipper 4,6

"Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat." Matthäus 6:34

Wir sollen uns im Hier und Jetzt befinden. Nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Beides können wir nicht verändern. Wenn wir Fehler in der Vergangenheit gemacht haben kann uns vergeben werden. Gott vergibt uns, viele Menschen können vergeben. Viele Sorgen, die man sich um die Zukunft macht treten am Ende gar nicht ein. Also doch lieber den heutigen Tag genießen und die heutigen Aufgaben anpacken. Für die Menschen offen sein, die mir heute begegnen.

Sorgen drücken einen Menschen nieder; ein gutes Wort aber muntert einen Menschen auf“ 
Sprüche 12:25


Machst du dir auch soviele Sorgen wie ich? Dann lass uns gemeinsam aus dem Sorgenkarusell aussteigen! 

Es gibt ein Sprichwort, ich glaube es ist von Martin Luther:

"Ich kann nicht verhindern, dass Vögel über meinem Kopf fliegen, aber ich kann wohl verhindern, dass sie auf meinem Kopf ein Nest bauen."

Ich möchte ab heute verhindern, dass Sorgen mir die Freude am Leben nehmen! Ich möchte Sorgen keinen Raum mehr geben in meinem Leben. Ich möchte Gott vertrauen. 

Bist du dabei?




Kommentare

  1. Ich glaube du machst dir zuviel Sorgen, weil du keine Kontrolle über die Dinge hast.
    Natürlich hast du keine Kontrolle darüber, was deiner Familie oder Freunden passiert.
    Allerdings kannst du die Kontrolle über deine Finanzen und dein Arbeit bekommen. Du kannst Kontrolle über dein Selbstbewusstsein bekommen, sodass es dir egal ist, was andere von dir denken.

    Oder du wirst einfach optimistischer. Ich empfehle dir das Buch "Pessimisten küsst man nicht" von Maetin Seligman :-)

    Liebe Grüsse,
    Alexander von vermietertagebuch.com

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    1. Hallo Alexander, da hast du Recht, dass hat etwas mit Kontrolle zu tun. Ich habe heute zu meinem Mann gesagt, wenn ich meine Sorgen los lassen möchte habe ich das Gefühl die Kontrolle zu verlieren. Wobei die Kontrolle bei manchen Dingen ja nur ein Gefühl der Kontrolle ist. So als würde das Sorgen machen helfen die Kontrolle zu behalten. Ich danke dir für deinen wertvollen Kommentar :-) Das Buch schaue ich mir mal an! Liebe Grüße Claudia

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  2. Liebe Claudia! Ja die lieben Sorgen, ich bin gerade diese Woche wieder am Rudern (weisst du ja bestimmt schon). Es gibt Zeiten da kommt man nicht hinterher beim Verwandeln der Sorgen in Gebete. Und dennoch das ist so wichtig. Wir können nicht alles kontrollieren und in der Hand halten. Ich freue mich auf noch mehr Beiträge von dem, was so in dir vorgeht! Herzliche Grüße aus dem Sommerzimmer, Sandra

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