Dienstag, 10. Januar 2017

Möchtest du nackt gut aussehen?

Abnehmen. Detox. Mehr Sport....Wie jedes Jahr nach Silvester gibt es wieder eine Menge Vorsätze, und ab Mitte Februar läuft alles wieder wie bisher.

Mein Ziel ist es gut auszusehen, fit und stark zu sein und einen sportlichen, muskulösen Körper zu haben. Dieses Ziel habe ich schon viele Jahre, und früher hatte ich auch eine Menge Ausreden. Ich habe gar keine Zeit für Sport, es regnet, ich bin müde, ich schaff das doch eh nicht. Ich muss mich um meine Kinder kümmern. Ich mach das später. 

Letztes Jahr im JUNI hat es mir gereicht. Wieder hatte ich mit den Kilos von Weihnachten zu kämpfen. Ich nahm immer im Sommer ab um mir die Kilos im Herbst und Winter wieder anzufuttern. Ich weiß es gibt Meinungen, dass man sich die Kilos das ganze Jahr anfuttert, aber bei mir war das nicht so. Jedenfalls hatte ich keine Lust mehr mein Übergewicht zu sehen und zu spüren. Ich wollte wieder fitter sein, und nicht nach jeder Anstrengung schnaufen. Ich hatte fast 74 kg bei 1,65m. Ich habe mir ein Ziel gesetzt: 65kg möchte ich erreichen.

Ich habe mir Gedanken gemacht über meine Ernährung und wie ich Sport in meinen Alltag einbauen kann. Ich habe Bücher lesen und mir Wissen angeeignet. Ich weiß wieviel Energie mein Körper benötigt und wieviel Kalorien mein Essen hat. Ich hatte eine Menge Ehrgeiz und Motivation. Und habe ich immernoch. Es war manchmal nicht einfach, es war demotivierend, wenn es überhaupt nicht weiterging. Im Herbst letzten Jahres hing ich total fest, kein Gramm abgenommen und einfach nur müde. Aber ich bin drangeblieben, weil ich immer das Ziel im Auge behalten habe. Ich habe dieses Jahr Weihnachten gerade mal ein halbes Kilo zugenommen, welches auch schon wieder weg ist. Und ich hatte nie das Gefühl auf etwas zu verzichten. Darüber bin ich sehr glücklich und stolz. Ich starte nun in das neue Jahr mit 68kg !

Ein Buch, welches mir sehr geholfen hat möchte ich euch nun vorstellen.



"Auch wenn gern versprochen wird, dass du ohne Geräte am besten zur Traumfigur kommst, die nackte Wahrheit ist: Mit ein paar Kurzhanteln erreichst du mehr als mit jeder anderen Trainingsform. Denn Hanteln sind das effektivste Werkzeug für einen flachen Bauch, sexy Po und schöne Arme. Mit ihnen modellierst du deinen Körper wie ein Bildhauer – ohne dass du Angst vor zu viel Muskelmasse haben musst. „Back to the roots” ist daher nicht nur der neue Fitnesstrend, sondern auch das Motto von Fitness- und Motivationscoach Mark Maslow. Sein Geheimnis: zahlreiche Übungen kombiniert mit einem State-of-the-Art-Ernährungskonzept und einer gehörigen Portion Motivation – so effektiv, dass du glaubst, beim Training das Fett schmelzen zu sehen. Mit diesem 90-Tage-Programm ist dein Ziel „Nackt.Gut.Aussehen.” deshalb eher eine logische Konsequenz als ein hart erarbeitetes Ziel."

„Der Kraft-Coach Mark Maslow hebt nicht nur die Eisen, sondern auch die Messlatte.“ — MEN’S HEALTH Deutschland

„Wenn Du Deinen Körper nach Deinen eigenen Vorstellungen formen willst, ist dieses Buch Deine Blaupause.“ — PATRIC HEIZMANN, Autor, Fitness- und Ernährungsprofi

„Es gibt keine ‚magische Abkürzung’ zur Traumfigur. Aber Looking Good Naked ist verdammt nah dran.“ —DR. TILL SUKOPP, Bestsellerautor und Deutschlands führender Kettlebell-Experte
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Dieses Buch hat es geschafft mein Lieblingsbuch zu werden. Warum?

  • unglaublich viele gute Erklärungen über Ernährung, Training und wie der Körper funktioniert
  • tolle Übungen, die zuhause machbar sind, mit Alternativübungen, da ja zum Beispiel nicht jeder eine Langhantel zuhause hat
  • für Mark Maslow ist nicht nur das körperliche Training wichtig sondern auch das mentale Training, denn ohne die richtige Einstellung, Überzeugung und Begeisterung erreicht man sein Ziel nicht
  • es gibt verschiedene Rezepte, die sich gut nachkochen lassen, ohne Zutaten, die man erst ewig suchen muss
  • insgesamt einfach sympatisch und realitätsnah
  • es gibt eine Website, auf der man sich immer wieder informieren kann, man kann sich zum sehr informativen Newsletter anmelden und Zusatzmaterial herunterladen

Folgende Kapitel gibt es:
  1. Die M.A.R.K Formel
  2. Mentales Training - Veränderung im Kopf
  3. Ausgewogene Ernährung
  4. Richtiges Krafttraining
  5. Kardiotraining
  6. Trouble-Shooting - Rückschläge nutzen
Es gibt viele verschiedene Fitnessbücher auf dem Markt. Wichtig dabei ist mir, dass ich durch das Buch mein Wissen aufbaue, damit ich weiß was ich mache und warum. Denn nur, wenn ich die Funktionen meines Körpers kennenlerne kann ich mein Ziel erreichen. Ich mag es nicht, wenn mir Bücher eine bestimmte Philosophie aneignen wollen oder eine Marketingstrategie dahintersteht. Außerdem muss das was drin steht, Übungen sowie Rezepte, zu meinem Alltag passen. Wenn die Rezepte zu außergewöhnlich sind oder zuviel Arbeit machen koche ich sie nicht nach.



Wenn ich für die Übungen viele Geräte benötige nützt es mir nichts. Ich habe ein Kurzhantelset, damit komme ich gut klar. Schön finde ich auch, dass nicht nur verschiedene Übungen gezeigt werden für alle wichtigen Körperbereiche, sondern auch dass erklärt wird auf was man achten muss und Alternativübungen vorgeschlagen werden. Im Kapitel Richtiges Krafttraining gibt es wieder viele Informationen, auch darüber wie oft trainiert werden soll, wieviel Wiederholungen und wieviel Regenration nötig ist.

Veränderung beginnt im Kopf
Hast du ein Ziel? Dann definiere dein Ziel. Einfach nur abnehmen reicht nicht. Wieviel möchtest du wiegen? Wie möchtest du aussehen? Welche Kleidergröße möchtest du tragen? Welche Lieblingsklamotten sollen wieder passen?


Rückschläge gehören dazu, auch das wird im Buch behandelt und nicht unterschlagen. Das macht mir das Buch so sympatisch. Rückschläge und Plateaus sind normal auf dem Weg zum Ziel. Nicht aufgeben !

Der Titel des Buch ist provokativ. Wenn man das Buch liest merkt man aber, dass es Mark Maslow um mehr geht, als um das Aussehen. Trotzdem ist der Titel motivierend, und erst die Motivation bewegt uns zum Start.

Wenn du möchtest kannst du dir HIER das Vorwort und das erste Kapitel des Buches durchlesen. Von Mark gibt es übrigens auch PODCASTS, die bereits sehr beliebt sind.

Wie findest du das Buch? Wäre das etwas für dich, um dein Ziel "nackt gut aussehen" erreichen zu können?
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Disziplin ist nur eine Frage der Zielbewusstheit. Wer seine inneren Bilder klar vor Augen hat, kann die nächste Handlungsgelegenheit gar nicht abwarten.
Arnold Schwarzenegger, Bodybuilder, Schauspieler, amerik. Politiker, 1947


Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension: GEOlino extra Hör-Bibliothek – Abenteuer Erde und Weltall

Die GEOLINO-Box Abenteuer Erde und Weltall enthält die beliebten Wissensabenteuer Welt der Ozeane, Abenteuer Erde, Sterne und Planeten und Das Universum. In spannend produzierten Hörspielen nimmt Wigald Boning uns mit auf eine Reise zu den extremsten Lebensräume der Welt: von der glühend heißen Wüste über die frostige Antarktis und die Tiefen der Ozeane bis ins Weltall.

In der Hauptrolle: Wigald Boning als Wissensexperte

(4 CDs, Laufzeit: 3h 37)


Wenn diese CD's laufen sind meine Jungs mucksmäuschen still und bewegen sich keinen Millimeter.

Spannendes Wissen wurde hier genial zusammengestellt und Wigald Boning sowie alle anderen Sprecher verstehen es dieses Wissen sehr gut herüber zubringen. Und nicht nur die Kinder lauschen, nein, auch Papa & Mama können noch eine Menge lernen.

Es sind 4 CD's, die sich mit dem Universum, unser Erde, Vulkanen und den Ozeanen beschäftigen. 
Das Set kostet 19,99 € und ist wirklich sehr empfehlenswert. Sehr gut für längere Autofahrten.

*WERBUNG: DAS HÖRBUCH WURDE MIR FREUNDLICHERWEISE VOM RANDOMHOUSE VERLAG ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. HERZLICHEN DANK !

Samstag, 24. Dezember 2016

Wunderschöne Weihnachtszeit: 24.Dezember

Ein Kind saß auf dem Schoss seiner Mutter und wollte etwas von Weihnachten hören.Da erzählte die Mutter von Weihnachten im Stall.Das war ein Weihnachten vor langer Zeit und in einem fernen Land, doch das Kind sah alles vor sich, als wäre es daheim geschehen, im Stall auf dem Hof. Die Mutter erzählte: 

An einem Abend vor langer Zeit, da kamen ein Mann und eine Frau in der Dunkelheit ihres Weges daher. Sie waren weit gewandert, und darum waren sie müde und wollten schlafen, wussten aber nicht, wo. Überall auf den Höfen waren die Lichter erloschen. Die Menschen dort schliefen schon, und keiner kümmerte sich um die Wanderer, die noch unterwegs waren. Dunkel und kalt war es an diesem Abend vor langer Zeit. Kein Stern leuchtete am Himmel. Da fing die Frau an, verzweifelt zu beten: HERR, es ist schon dunkel. Mein Mann und ich sind weit gewandert und von der Wanderung müde und erschöpft. Wir suchen eine Herberge, in der wir heute Abend schlafen können. Aber alle Menschen auf den Höfen schlafen schon und kümmern sich nicht um uns. HERR, hilf uns. Als die Frau dies gesprochen hatte, erleuchtete ein helles Licht vor Ihnen: Ich bin der Engel der Gerechtigkeit! Gott hat euch erhört und sandte mich zu euch. Geht diesen Weg entlang. Dort werdet ihr einen Stall finden.Da fanden die Wanderer am Weg einen Stall. Der Mann öffnete die Tür und leuchtete mit seiner Laterne hinein. Ob dort drinnen wohl Tiere waren? Denn wo Tiere schlafen, da ist es warm, und die beiden Wanderer froren und waren müde. Ja, im Stall waren Tiere, und schliefen schon. Die Frau und der Mann legten sich zu den Schafen und schliefen ein. Dann senkte sich die Nacht still über alle, die darin waren. Als die Nacht aber am dunkelsten war, da erklang in der Stille der erste Schrei eines neugeborenen Kindes. Und zur selben Stunde flammten am Himmel alle Sterne auf. Ein Stern aber war größer und heller als die übrigen. Genau über dem Stall stand er und leuchtet mit klarem Schein. Auch Hirten, die in der Nacht ein paar Schafe heimholten, sahen den Stern über dem Stall, sie sahen den ganzen Himmel in Licht erstrahlen. Kommt, sagten sie, lasst uns gehen und sehen, was sich zugetragen hat. Und sie eilten auf beschneiten Pfad heim mit ihren Schafen und Lämmern. Und im Stall fanden sie ein neu geborenes Kind, das lag in den Armen seiner Mutter. Der Stern leuchtete um des Kindes Willen, sagten die Hirten. Nie zuvor wurde ein Kind geboren in unserem Stall.So ging die Nacht dahin. Das Kind sollte schlafen, doch im Stall gab es weder Wiege noch Bett. Nur eine Krippe gab es dort. Da hinein bettete es die Mutter.


Das Kind schlief in der Krippe, ringsum standen stumm die Tiere und die Hirten. Alles war ganz still. Und über dem alten Stall leuchtete der Weihnachtsstern, der auch der Engel der Gerechtigkeit gewesen sein könnte. Denn als dies geschah, war es Weihnachten. 

Ein Weihnachten vor langer Zeit. Das erste Weihnachten. 

(Astrid Lindgren: Weihnachten im Stall)

Hier findet ihr meinen gesamten Adventskalender: Wunderschöne Weihnachtszeit

Freitag, 23. Dezember 2016

Wunderschöne Weihnachtszeit: 23.Dezember


Es war einmal eine alte Frau, der hatte der liebe Gott versprochen, sie heute zu besuchen. Darauf war sie nun natürlich nicht wenig stolz. Sie scheuerte und putzte, buk und tischte auf. Und dann fing sie an, auf den lieben Gott zu warten.

Auf einmal klopfte es an die Tür. Geschwind öffnete die Alte, aber als sie sah, dass draußen nur ein armer Bettler stand, sagte sie: »Nein, in Gottes Namen, geh heute deiner Wege! Ich warte eben gerade auf den lieben Gott, ich kann dich nicht aufnehmen!« Und damit ließ sie den Bettler gehen und warf die Tür hinter ihm zu.

Nach einer Weile klopfte es von neuem. Die Alte öffnete diesmal noch geschwinder als beim ersten Mal. Aber wen sah sie draußen stehen? Nur einen armen alten Mann. »Ich warte heute auf den lieben Gott. Wahrhaftig, ich kann mich nicht um dich kümmern!« Sprach's und machte dem Alten die Tür vor der Nase zu.

Abermals eine Weile später klopfte es von neuem an die Tür. Doch als die Alte öffnete - wer stand da, wenn nicht schon wieder ein zerlumpter und hungriger Bettler, der sie inständig um ein wenig Brot und um ein Dach über dem Kopf für die Nacht bat. »Ach, lass mich in Ruhe! Ich warte auf den lieben Gott! Ich kann dich nicht bei mir aufnehmen!« Und der Bettler musste weiterwandern, und die Alte fing aufs neue an zu warten.

Die Zeit ging hin, Stunde um Stunde. Es ging schon auf den Abend zu, und immer noch war der liebe Gott nicht zu sehen. Die Alte wurde immer bekümmerter. Wo mochte der liebe Gott geblieben sein? Zu guter Letzt musste sie betrübt zu Bett gehen. Bald schlief sie ein. Im Traum aber erschien ihr der liebe Gott. Er sprach zu ihr: »Dreimal habe

ich dich aufgesucht und dreimal hast du mich hinausgewiesen!«

Von diesem Tage an nehmen jene, die von dieser Geschichte erfahren haben, alle auf, die zu ihnen kommen. Denn wie wollen sie wissen, wer es ist, der zu ihnen kommt? Wer wollte denn gern den lieben Gott von sich weisen?

Hier findet ihr meinen gesamten Adventskalender: Wunderschöne Weihnachtszeit

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wunderschöne Weihnachtszeit: 22.Dezember

NEUES ENTSTEHT

Warum tut Gott denn nichts? Manchmal denke ich das, wenn ich die Tagesschau sehe. So viel Elend und Verzweiflung. Warum tut Gott denn nichts? In der Kinderkirche beten Kinder, dass ihr Vater aufhört zu trinken. Aber nichts geschieht. Ist es ihm egal, wie ängstlich und traurig sie sind?

Es ist schwer zu verstehen, dass Gott nicht eingreift, dass er die Welt nicht verändert. Besser macht.

Aber nun erzählt mir eine Woche vor Weihnachten die Bibel eine Geschichte, in der Gott eingreift. Allerdings nicht so, dass er die anderen verändert. Es ändert sich auch nicht alles mit einem Schlag. Nur eine junge Frau verändert sich. Genauer gesagt – sie wird verändert. Von Gott. Für sie und bei ihr verändert sich alles. Und genau da fängt dann etwas ganz Neues an.

Die Geschichte ist heute in den evangelischen Gottesdiensten für die Predigt vorgesehen. Zu Maria, einer sehr jungen, unverheirateten Frau kommt ein Engel. Ein Bote von Gott. Er kündigt ihr an, dass sie ein Kind auf die Welt bringen wird. Ein Gotteskind. Den Sohn Gottes. Den Heiland, auf den alle warten und der alles verändern und die Welt zu einem besseren Ort machen wird.

Und Maria? Maria lässt sich vom Engel etwas sagen. Sie sagt nicht: Such dir eine andere! Eine, die verheiratet ist, für die das normal ist, ein Kind zu kriegen. Nimm eine, die so einem wichtigen Kind eine ordentliche Familie bieten kann und eine angemessene Erziehung. Maria antwortet nicht: Ich habe andere Pläne, ich kann das nicht, und was werden die Leute sagen. Könnte man ja verstehen in so einer Situation. 

Maria sagt nicht, warum gerade ich. Sie sagt: „Es soll an mir geschehen, wie Du gesagt hast!“ Natürlich hat sie sich gefragt, wie das sein kann, wo sie doch mit keinem Mann geschlafen hat. Aber dann merkt sie: Auch so eine Frage heißt im Grunde bloß: Das kann ja gar nicht sein. Lass mich in Ruhe mit dem Gerede.

Es geht in dieser Geschichte nicht um Biologie. Die Geschichte will nur eins. Sie will sagen: Hier begreift eine junge Frau, wenn sich die Welt verändern soll, dann muss auch ich mich auf etwas einlassen, von dem ich noch nicht weiß, wie es wird. Dazu sagt sie Ja. Und dann ändert sich die Welt. Dann bringt sie ein Kind zur Welt, das die Menschen verändert. Längst nicht alle. Längst nicht alle sind so mutig wie diese Maria. Aber viele. Immerhin. Und wo Menschen sich verändern lassen von diesem Kind, da verändert sich die Welt. Nicht überall – leider. Aber doch hier und da.

Da setzen Menschen sich für den Frieden ein. Da helfen sie den Opfern. Und die Kinder, deren Vater zu viel trinkt? Die finden hoffentlich jemanden, der sich um sie kümmert und sie tröstet. Damit sie nicht allein sind mit ihrem Kummer.

(Kirche im SWR, von von Dr. Lucie Panzer, Stuttgart, Evangelische Kirche)

Hier findet ihr meinen gesamten Adventskalender: Wunderschöne Weihnachtszeit

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wunderschöne Weihnachtszeit: 21.Dezember


HEIL WERDEN


„Heilwerden heißt unsere Herzen zu öffnen, sie nicht zu verschließen. Die Stellen in uns, die die Liebe nicht einlassen wollen weich zu machen. Heilung ist ein Prozess. Beim Heilwerden schaukeln wir hin und her. Zwischen den Misshandlungen der Vergangenheit und der Fülle der Gegenwart. ...Es ist das Schaukeln, das die Heilung bewirkt. Nicht das Stehenbleiben an einer der beiden Stellen. Der Sinn des Heilwerdens ist nicht für immer glücklich zu werden, das ist unmöglich. Der Sinn der Heilung ist wach zu bleiben und sein Leben zu leben. Nicht bei lebendigem Leibe zu sterben. Heilung bedeutet gleichzeitig zerbrochen und ganz zu sein."

Nicht leicht, was da beschrieben ist, aber wahr! Das Herz zu öffnen, die Stellen in uns, die die Liebe nicht einlassen wollen, weich zu machen. Die Verhärtungen des Herzens aufzulösen. Das kann weh tun. Oft macht erst der Schmerz das Harte weich. Und dann kann der Schaukelprozess der Heilung beginnen. Bei dem es hin und her geht zwischen den Wunden der Vergangenheit und dem wohltuenden Vergessen in der Gegenwart. Beides muss also sein, sich den Wunden der Vergangenheit stellen und sie pflegen. Aber auch immer wieder die Finger von den Wunden lassen, sie ruhen lassen, damit sie heilen können. So bleibt man lebendig und die Wunden können nach und nach vernarben. Bis, mit der Narbe, das Schaukeln zur Ruhe kommt. Mit Wunden, die zwar nicht vergessen sind, die aber nicht mehr weh tun. Und mit einer neuen Lebensfreude, die zwar weniger euphorisch, dafür aber tiefer und wissender ist...


(Kirche im SWR, von von Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg/N., Katholische Kirche)

Es ist so schön Menschen zu begegnen, die heil sind. Die eine positive Ausstrahlung haben, die heilsam wirken auf dich und andere. Solche Menschen schaffen es gleichermaßen andere Menschen mit Begeisterung anzustecken oder aber zur Ruhe kommen und sich angenommen und geliebt zu fühlen. Solchen Menschen möchte ich begegnen und solch ein Mensch möchte ich sein. Ich wünsche dir, dass du den Mut hast dich mit deinen Verletzungen auseinanderzusetzen und dein Herz heilen kann. Liebe Grüße und ganz viel Liebe und Vorfreude. Claudia

Hier findet ihr meinen gesamten Adventskalender: Wunderschöne Weihnachtszeit

Dienstag, 20. Dezember 2016

Wunderschöne Weihnachtszeit: 20.Dezember


Ein Lob auf das Loben

Ach, es ist so verdammt einfach, die Welt blöd zu finden. Die Bahn hat schon wieder Verspätung, der Kaffee ist absurd teuer. Und was hat der Typ bloß für ein unmögliches Hemd an! Es gibt nicht wenige Leute, die sich glücklich jeden Tag versauen, indem sie diese schmaläugigen Blicke auf ihre Umwelt werfen, auf der Lauer nach Dingen, die sie ärgern könnten. Das Wetter, das plärrende Kind - nervig.
Wir leben in einer Kritikgesellschaft. Bereits in der Schule geht's darum, Fehler anzustreichen: Nicht das Gelingen wird belohnt, sondern das Scheitern bestraft. Läuft was gut, scheint das nicht der Rede wert zu sein. Oder wie der Psychiater Fritz Simon sagt: "Nicht geschimpft ist gelobt genug."

Das es auch anders geht, habe ich gelernt, als ich für ein paar Monate nach Brooklyn zog. Die New Yorker sind Meister der Komplimente im Vorübergehen. "Great pedicure, Honey" sagt eine Frau beim Blick auf meine Füße und ist schon um die nächste Ecke verschwunden. "Excellent choice" meint der Buchhändler, wenn ich ihm den neuen Ian McEwan auf den Kassentisch lege. Dieses dauernde Loben war für mich zuerst ein Schock, die klassische deutsche Reaktion ein mißtrauischens "Was wollen die von mir?" Antwort: nichts. Die sagen nur, was ihnen gefällt. Und das macht allen gute Laune: Die, denen was schönes auffällt, freuen sich, die, denen es gesagt wird, noch viel mehr.

Seit Brooklyn habe ich mir angewöhnt, alles Schöne und Gelungene zu loben. Dafür gibt es täglich hundert Gelegenheiten. Eine Supermarktkassiererin sage ich: "Unglaublich, wie schnell Sie sind!", einer Frau im Café, was für tolle Schuhe sie trägt, einem Mann im Vorgarten, wie schön seine Rosen sind. Viele reagieren verunsichert, einige fühlen sich fast belästigt, aber die Mehrheit freut sich einfach, so wie ich. Denn erst mit freundlichem Blick auf die Welt stellt man fest wie großartig sie ist, wie viel täglich klappt, wie schön das Leben in all seinen Kleinigkeiten ist. Das bedeutet nicht, dass ich ständig mit seligem Lächeln durch die Straßen hüpfe. Bitte! ich bin Norddeutsche! Wir hüpfen aus Prinzip nicht. Aber das genaue Hinschauen (und das tollkühne Aussprechen, wenn man sich über etwas freut) sorgt für ein flauschiges Gefühl der Zufriedenheit, das sonst auf legalem Weg nur schwer zu erreichen ist. Müssen Sie mal probieren.

(Ein Text von Meike Winnemuth 
aus dem Adventskalender "Der andere Advent 2016")


Hier findet ihr meinen gesamten Adventskalender: Wunderschöne Weihnachtszeit
Das wichtigste in meinem Leben ist meine Familie - mein Mann und meine Kinder, und unser Glauben an Gott. Außerdem findest du hier leckere Rezepte, die deinen Stoffwechsel und deine Fettverbrennung anregen. Und ihr erfahrt wie man durch gesunde Ernährung und Sport abnehmen kann.